Abnehmen ohne Frühstück? INTERMITTENT FASTING #2

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Mythos Frühstück: Abnehmen ohne Frühstück nicht möglich?

„Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Esse morgens wie ein König, mittags wie ein Kaiser und abends wie ein Bettelmann.“ Diese und viele weitere Sprüche bekommen wir immer wieder zu hören und lesen es in den Medien. Doch das ist bereits durch Studien widerlegt worden! Wie du auch ohne Frühstück abnehmen kannst und vom Fasten profitierst, erfährst du jetzt!

Intermittent Fasting: 16 Stunden Fasten – 8 Stunden essen

Gewichtszunahme OHNE Frühstück?

Wir sind mit Frühstück aufgewachsen. Unsere Eltern, Großeltern und sogar Medien suggerieren uns immer wieder, dass Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Die Idee der Medien: Der Körper war die ganze Nacht in einem Fastenzustand. Um den Stoffwechsel in der Früh wieder anzutreiben und genügend Energie zu haben, sollen wir ihm so schnell wie möglich Nahrung zuführen. Geglaubt wurde, dass die gesamte, über den Tag aufgenommene Nahrungsenergie im Schlaf „verbraucht“ wurde und der Körper wieder Nahrung braucht, um weiter Fett verbrennen zu können. Aber weit gefehlt.

Der Mythos „Frühstück macht schlank“ beruht darauf, dass wenn man morgens viel isst, den Rest des Tages automatisch weniger Hunger sowie Heißhunger hat und weniger zu ungesunden Lebensmitteln und Junk Food greift. Aber was hat das mit einer angeblich  höheren Fettverbrennung zu tun? Es wurde nichts dergleichen in einer Studie wissenschaftlich bewiesen. Die aktuelle Studienlage sagt nämlich etwas anderes.

Was bewiesen wurde, sind die Vorteile des Nichtfrühstückens. Der Fettabbau hat während der Essenspause in der Fastenphase einen wichtigen Effekt. Und genau das wurde beim intermittierenden Fasten wissenschaftlich bewiesen:

Die Fettverbrennung wird aktiviert und fördert den Gewichtsverlust

Ich weiß noch, dass ich ca. 2-3 Stunden nach dem Frühstück schon wieder Hunger hatte -egal wo groß die Haferflockenmenge war :D. Jetzt spüre ich natürlich immer noch ein leichtes Hungergefühl, der Körper muss sich eben nach jahrelangem Frühstück umgewöhnen. Aber sobald ein paar Stunden vergangen sind, vergeht das Gefühl und man könnte einfach stundenlang weiter fasten und bis in den Nachmittag hinein nichts essen. Das habe ich bemerkt, als ich an einem Samstag in der Stadt war. Es waren schon  17 Stunden Fastenphase (13 Uhr)vorbei und ich hatte absolut kein Hungergefühl. Das ist für mich eine komplett neue Erfahrung. Denn normalerweise habe ich immer mindestens einen Apfel in meiner Handtasche, um bei einem ersten Hungergefühl was zu essen. Denn: Ich hatte Angst vor den Bauchschmerzen, die mich häufiger überkamen, wenn ich längere Stunden nichts gegessen hatte. Aber wieso habe ich plötzlich dieses Bauchweh nicht mehr? Oder dieses krasse Hungergefühl?  Vielleicht war es auch einfach nur psychisch. Es sind einfach oft nur unsere Gedanken. Wir  Menschen sind in der Lage mehrere Tage ohne essen zu überleben. Das ist Fakt. Soll jetzt aber nicht heißen, ihr sollt aufhören zu essen 😀 Ich will euch damit nur klar machen, dass wir vielleicht denken, wir könnten niemals ohne Frühstück auskommen, nicht leistungsfähig sein oder oder oder – die Dinge, die wir uns auch gerne einreden und in unserem Kopf verankert sind. Aber es ist vieles möglich, dass wir uns hätten nie vorstellen können.

Was passiert in der Fastenphase im Körper?

Morgens ist der Cortisol-Spiegel erhöht – Cortisol ist ein anaboles Hormon, dass eine abbaubare Funktion hat – und nein, dadurch werden nicht die Muskeln abgebaut. Denn in der Früh heizt es laut Studien die Fettverbrennung an. Der Körper ist in Leistungsbereitschaft. Cortisol sorgt für die in Gangsetzung der Fettverbrennung. Der Körper nutzt dieses zur Verfügung stehende Cortisol. Diese Cortisol nimmt sich die freien Fettsäuren aus deinem Blut, zerlegt die Triglyceride in freie Fettsäuren, verstoffwechselt sie und wenn diese freien Fettsäuren erschöpft sind, dann mobilliest es weitere Fettsäuren aus deinem Körperfettgewebe. Es werden also in der Fastenphase keine Muskeln abgebaut, sondern wirklich reines Fett! Außerdem wird das Hormon Ghrelin, dass für die Kontrolle des Hungergefühls verantwortlich ist, in der Nacht stoßweise freigesetzt. Es sorgt für die Ausschüttung von Wachstumshormonen und diese Hormone sind für den Muskelaufbau zuständig. Wenn du also regelmäßig Krafttraining betreibst, wird dir das zugute kommen. Ein steigender Wachstumshormonspiegel verheizt vermehrt Körperfett und verhindert den Abbau von körpereigenen Protein – die der Körper gerne in einer Diät zur Energiegewinnung nutzt.

Was passiert, wenn wir morgens frühstücken?

Wenn wir frühstücken, geht das Blut in den Magen und in den Darm – der Körper ist mit Verdauung beschäftigt. Die Leistungsfähigkeit verschwindet also. Die kognitive Leistung sinkt. Im Kopf und im Training.  Sobald du dein Frühstück einnimmst, wird der Fettstoffwechsel gestoppt. Insulin wird ausgestoßen. Für den Rest des Tages sinkt die Fettverbrennung ab, während der Cortisolspiegel oben bleibt. Die gesamte Fettverbrennung ist MIT Frühstück deutlich niedriger also OHNE Frühstück wie Studien bewiesen haben. Das Insulin senkt den Ghrelin- und Wachstumshormspiegel (wenn Coritsol hoch) und der Körper kann so leichter potenziell neue Fettzellen anlegen. Insgesamt kann man also sagen, dass man bei Intermittent Fasting ohne Frühstück –unabhängig von den aufgenommenen Kalorien! – mehr Fett abbaut.

Der Fettstoffwechsel stoppt bei Einnahme des Frühstücks

Vergleich einer Studie – Wie war der Gewichtsverlust mit und ohne Frühstück?

Die Gruppe, die gefrühstückt hat, hat zwar mehr Gewicht verloren, aber insgesamt mehr Muskeln abgebaut. Die Gruppe, die nicht gefrühstückt hat, hat Gewicht verloren, konnten aber die Muskeln erhalten oder sogar Muskeln aufbauen! Das ist ein entscheidender Faktor! Denn wir wollen ja unsere wertvollen Muskeln erhalten, die wir mühevoll durch hartes Training aufgebaut haben, damit unser Stoffwechsel schneller wird oder auch mehr essen können. Verlieren wir aber in einer Diät Muskeln, sinkt ebenso unser täglicher Kalorienverbrauch. Die Studie hat zudem festgestellt, dass ein üppiges Frühstück dazu führt, dass wir am Ende des Tages sogar mehr Kalorien aufgenommen haben, als wenn wir es einfach auslassen. Die propagierte Meinung der Medien „Frühstücken wie ein Kaiser“ ist demnach wiederelgt worden!

Wer nicht komplett auf Frühstück verzichten will (wohlgemerkt tue ich das auch nicht, ich verschiebe es nur 😀 ) empfehle ich, die ersten vier Stunden nach dem Aufstehen nichts zu essen, denn dann könnt ihr von vielen positiven Effekten schon mal sehr gut profitieren. Denn dann normalisiert sich der Cortisolspiegel und der Wachstumshormespiegel senkt sich. Dadurch werden Hungerattacken im Tagesverlauf verringert.

Das Frühstück wegzulassen hat tolle Vorteile

Man kann am Abend einfach mehr essen und muss nicht hungrig ins Bett – so wie es oft bei Diäten der Fall ist oder? Heißhunger auf was Süßes entsteht oft abends auf der Couch oder vor dem Fernseher. Sind wir aber wohl gesättigt, tritt kein Heißhunger auf.

Habt ihr Intermittent Fasting schon ausprobiert?  Wollt ihr es gerne testen? Frühstückt ihr? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreib mir gerne in die Kommentare 🙂

Eure Miri ❤

Studien:

Pollitt E, Jacoby E, Cueto S. School breakfast and cognition among nutritionally at-risk children in the Peruvian Andes. Nutr Rev. 1996 Apr;54(4 Pt 2):S22-6.

Lopez I, de Andraca I, Perales CG, Heresi E, Castillo M, Colombo M. Breakfast omission and cognitive performance of normal, wasted and stunted schoolchildren. Eur J Clin Nutr. 1993 Aug;47(8):533-42.

Simeon DT, Grantham-McGregor S. Effects of missing breakfast on the cognitive functions of school children of differing nutritional status. Am J Clin Nutr. 1989 Apr;49(4):646-53.

Dickie NH, Bender AE. Breakfast and performance in school children. Br J Nutr. 1982 Nov;48(3):483-96.

Lopez-Sobaler AM, Ortega RM, Quintas ME, Navia B, Requejo AM. Relationship between habitual breakfast and intellectual performance (logical reasoning) in well-nourished schoolchildren of Madrid (Spain). Eur J Clin Nutr. 2003 Sep;57 Suppl 1:S49-53.

Cueto S. Breakfast and performance. Public Health Nutr. 2001 Dec;4(6A):1429-31. Review.

http://aesirsports.de/2010/08/wenn-die-logik-nicht-greift-teil-ii-das-fruhstuck/

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9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch immer wieder mit dem Thema Gesundheit und Ernährung und stelle mir oft genau solche Fragen. Was ist denn nun eigentlich besser? Leider finde ich es total schwierig so etwas selbst zu entscheiden, da es so viele verschiedene Studien gibt.
    Ein toller Beitrag dazu! LG Julia

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    1. Mirjam sagt:

      Hallo Julia, ja das stimmt. Ich denke, man muss es für sich einfach ausprobieren und testen, ob es einem gut damit geht oder nicht 🙂 lg Miri

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      1. Ich denke, dass ich dieses Fasten auf jeden Fall mal ausprobieren werde! Es klingt für mich sehr schlüssig, was du in deinem Artikel schreibst! Ich glaube das könnte mir gefallen 😉

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  2. Hey, ich habe eine Zeit lang Intermittent Fasting mal ausprobiert und habe damit gute Erfolge erzielt 🙂 momentan packt mich morgens allerdings der Hunger und deshalb esse ich dann auch 🙂 Ich zwinge mich also nicht zu frühstücken, tue es aber, wenn ich das Bedürfnis danach habe. Das funktioniert für mich momentan sehr gut 🙂
    Viele Grüße Anni

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    1. Mirjam sagt:

      Hey Anni, super Einstellung finde ich. Wenn man so heftig der Hunger plagen würde, würde ich auch frühstücken und mir keinesfalls was verbieten. Man sollte sich zu nichts zwingen. 😉 Liebe Grüße Miri

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      1. Ja, genau 🙂 Leider passen sich ja viele Menschen fixen Ideen an, anstatt auf ihren Körper zu hören. Liebe Grüße 🙂

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  3. Ein wirklich sehr interessanter Beitrag 🙂 Ich glaube, mir würde es sehr schwer fallen nicht zu frühstücken bzw. das Frühstück um Stunden nach hinten zu schieben. Was ich ab und zu mal mache, ist, dass ich vor dem Frühstück laufen gehe und danach dann erst frühstücke. Wenn ich morgens aber zur Uni muss, dann kann ich einfach nicht ohne Frühstück aus dem Haus, weil mir dann auch die nötige Konzentration fehlen würde… 😀

    Liebe Grüße
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

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    1. Mirjam sagt:

      Hi Kathleen, danke dir! Ja das dachte ich auch, dass es mir sehr schwer fallen würde, aber es ist echt nur eine Gewöhnungssache. Und man freut sich umso mehr auf das Frühstück zur Mittagsstunde 😀 LG Miri

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  4. Chris sagt:

    Hey,

    toller Beitrag. Wenn ich eine Diät ( ich nenne es immer: ich ernähre mich jetzt für eine gewisse Zeit anders 😉 ) mache, faste ich auch. Es ist am Anfang schwierig, aber von Tag zu Tag wird es einfacher und man gewöhnt sich dran. Ich finde toll, dass ich über den ganzen Tag konzentriert bin und „Jagdmodus“ verweile, bis ich dann Abends was esse.

    Ich hab schon viel ausprobiert, jedoch das Fasten, finde ich bis jetzt am effektivsten 😉

    Danke für deinen Beitrag.

    Wenn ihr wollt, schaut auch gerne bei mir und meinen Tipps mal vorbei.

    Beste Grüße

    Chris

    http://www.schnellabnehmen365.com

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