Die wichtigsten Fragen zu Intermittent Fasting – FAQ – Eure Fragen, meine Antworten

Viele, die mir auf Instagram folgen, wissen ja schon, dass ich ein absoluter Fan von Intermittent Fasting bin. Besonders in einer Diät ist es das Beste, was man machen kann. Denn das Essen soweit wie möglich nach hinten in den Tag hinaus zu ziehen, kann Dir dabei helfen, Hunger vorzubeugen und Heißhunger sowie unnötige Fressanfälle am Abend zu entgehen – oder für immer loszuwerden!

Wir fasten alle automatisch jeden Tag – nämlich in der Nacht, wenn wir schlafen! Fasten ist nicht so „hart“, wie es sich für manche anhört. Man zögert eigentlich nur sein Frühstück hinaus und isst etwas später. Eine Diät kann für viele echt hart sein. Intermittent Fasting macht deine Diät leichter! Ich spreche aus eigener Erfahrung und habe euch die wichtigsten Fragen zu Intermittent Fasting, die mir immer wieder gestellt werden, zusammengefasst.

Was ist Intermittent Fasting?

Intermittent Fasting ist eine Fasten-Methode. Es gibt hier verschiedene Arten. Ich praktiziere die bekannteste Methode „Leangains“ -16/8. Man isst in einem 8 Stunden Zeitfenster und fastet dann 16 Stunden. Ich beginne also erst mittags gegen 12/13 Uhr mit meiner ersten Mahlzeit und esse bis 20/21 Uhr meine letzte Mahlzeit. Für mich ist es perfekt, da ich gerne viel auf einmal esse und mit wenigen kleinen Mahlzeiten überhaupt nicht zurechtkomme. Ich beschränke meine Mahlzeiten auf 2 große Mahlzeiten und wenn ich nicht in der Arbeit bin, gibt es einen kleinen Snack am Nachmittag. Für mich ist Intermittent Fasting zur Lebenseinstellung geworden. Ich habe in der Früh keinen Hunger mehr.

Wie lange soll ich fasten?

Du darfst Deinen Fastenzeitraum selbst wählen und verschieben, wie du möchtest. Es gibt natürlich verschiedene Methoden, wie z.B. die Leangains-Methode (16 Stunden fasten und 8 Stunden essen) oder „Eat-Stop-eat“ (2 Tage 24 Stunden Fasten und die restlichen Tage normal essen). Aber das Ganze soll kein Zwang sein. Es gilt: Esse solange wie möglich nichts nach dem Aufstehen. Jede Stunde, die Du nach dem Aufstehen nichts isst, hat nur positive Auswirkungen auf Deine Gesundheit. Für mich sind 14-16 Stunden Fastenphase optimal. 🙂

Was darf ich in der Fastenphase essen?

Alles! Intermittent Fasting ist keine Diät, es ist eine Lebenseinstellung. Keine Lebensmittel sind verboten, ähnlich wie mit dem IIFYM-Prinzip. Natürlich solltest Du darauf achten, ausreichend Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte zu essen, um damit Deinen Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Die erste Mahlzeit sollte sehr eiweißreich gestaltet werden.

Wie lange dauert es, bis sich der Körper an die Umstellung gewöhnt hat?

Bei mir hat es 4-6 Wochen gebraucht, bis sich der Körper daran gewöhnt hat und ich keinen knurrenden Magen in der Früh hatte. Aber so richtig, dass ich überhaupt keinen Hunger mehr verspürt habe, war nach 3-4 Monaten. Ich kann mir jetzt überhaupt nicht mehr vorstellen, sofort nach dem Aufstehen etwas zu essen. Wenn Du das Gefühl hast, Du hast etwas Hunger, dann trinke erstmal ganz viel Wasser und Tee. Ich müsste mich jetzt zum Essen zwingen. Ich hätte das nie für möglich gehalten – ich als Frühstücksliebhaber. Aber es ist alles möglich und der Körper kann sich jederzeit umstellen! 😉

Ist Intermittent Fasting gesund?

Laut unglaublich vieler Studien hat Intermittent Fasting viele positive Auswirkungen auf den Darm, da der Körper in der Fastenphase sich auf andere Dinge im Körper konzentrieren kann. Der Körper ist nicht ständig mit Verdauung beschäftigt und besonders in der Früh bis zur ersten Mahlzeit ist deine kognitive Leistung am höchsten, weil die ganze Energie im Gehirn sein kann. Außerdem kann der Körper in der Fastenphase andere „Reparaturarbeiten“ wie Entzündungen oder andere Dinge vornehmen.  Stichwort: Regeneration!

„Der Körper hat Zeit zu regenerieren!“

Was darf ich in der Fastenphase zu mir nehmen?

Du darfst ungesüßten Kräuter Tee oder Grünen Tee trinken. Grüner Tee ist schon lange bekannt dafür, dass es das Hungergefühl stoppt. Auch Kaffee ist erlaubt sowie in Maßen Light-Getränke wie Coca Cola. Sobald Du etwas trinkst, dass Zucker enthält, ist deine Fastenphase beendet.

Sind zuckerfreie Kaugummis in der Fastenphase erlaubt?

Ja, du darfst in der Fastenphase Kaugummi kauen, da sich die Insulinausschüttung in Grenzen hält.

Sind Süßstoffe in der Fastenphase erlaubt?

Auch Süßstoffe im Tee oder Kaffee sind erlaubt, da diese sich nicht negativ auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Hier gilt aber in Maßen, wie mit allem.

Was, wenn ich in der Früh trainiere? Wie sieht es mit Koffein aus?

Dann beginnt dein Essensfenster, wenn du Hunger hast. Du kannst Dein Fasten- und Essenfenster jederzeit verschieben, aber achte natürlich darauf, dass einige Zeit dazwischen liegt zur letzten Mahlzeit am Vortag. Ich empfehle Dir als persönlichen „Booster“ vor dem Training Kaffee zu trinken. Ich warte meistens nach einer Sporteinheit bis mittags auf mein Essen. Optimal wäre es, dass Training so zu legen, dass du danach direkt deine erste große Mahlzeit zu Dir nehmen kannst und damit die Fastenphase beendest. Generell ist es super, wenn man innerhalb der Fastenphase (vormittags) trainiert. Man profitiert beim Training immer von der letzten Mahlzeit am Vortag. Das Essen vor dem Training ist daher eher sinnlos. Wir wollen ja Fett verbrennen – wenn du allerdings davor isst, ist der Effekt nicht so groß, dann das genau dieses Essen erstmal verbrannt werden muss. Aber viele brauchen oft was. Ich empfehle dann BCAAs (Aminosäuren für den Muskelschutz).

Wie beende ich mein tägliches Essensfenster?

Am Anfang neigt man dazu, zu viel zu essen, wenn man z.B. von der Arbeit heim kommt und davor nur eine Mahlzeit hatte. Ich empfehle Dir, erstmal „runter“ zu kommen, genüsslich eine Tasse Tee oder ein Glas Wasser mit frisch gepressten Zitronen zu trinken. Dann bereitest Du Dir in Ruhe dein Abendessen vor, setz Dich hin und genieße dein Essen. Lege dabei dein Handy weg und höre nur auf Deinen Körper und konzentriere Dich auf das Essen! Das hilft, um das natürliche Sättigungsgefühl zu spüren. Beende das Essensfenster mit einem Ritual. Ich trinke zum Abschluss oft noch meine BCAAs oder eine Goldene Milch. Das Rezept findet ihr auch auf meinem Blog.

Was ist, wenn ich im Schichtdienst arbeite?

Hier bietet sich an, ein Essensfenster zu wählen, dass zwischen 12 und 18 Uhr beginnt und sich bis 2 Uhr nachts ausdehnen lässt (je nachdem, wann du zu essen beginnst). Wenn Du bis in die Nacht hineinarbeiten musst, ist es natürlich von Vorteil, deine erste Mahlzeit sehr weit in den Nachmittag zu schieben. Du kannst auch mittags nur einen Shake trinken (z.B. wenn du zwischendurch nicht viel Zeit oder Pausen hast) und Dir entsprechend Deine offenen Kalorien für weitere Mahlzeiten bis abends aufsparen. Es ist alles machbar! Man muss es nur ausprobieren und testen, was für einen funktioniert.

Kann ich mit Intermittent Fasting Heißhungerattacken vorbeugen?

Definitiv Ja! Da man erst mittags mit dem Essen beginnt, hat man oft am Abend noch einiges an Kalorien offen und kann sich eine große Mahlzeit gönnen. Bei mir sind seither keine Heißhungerattacken oder Fressflashs mehr aufgetreten. Ich geh immer satt und glücklich ins Bett :)! Ich spare mir oft meine Kalorien über den Tag auf, damit ich am Abend noch einiges Essen kann. DAS macht es einfach sooo leicht. Vor allem, wenn man untertags arbeitet und abgelenkt ist und eh nicht an Essen denken kann. 🙂

Intermittent Fasting ist keine Diät, es ist ein Lebensstil, den Du auf Dich und Dein Leben anpassen kannst. Nichts ist ein MUSS! Du kannst Deine Fastenphase und Dein Essensfenster jeden Tag verschieben. Achte einfach darauf, dass Deine Fastenzeit 12-14 Stunden hat, aber es gibt immer Ausnahmen und das ist völlig in Ordnung!

Habt ihr Intermittent Fasting schon mal ausprobiert oder würdet ihr es mal versuchen? Ich freu mich auf eure Kommentare :)! Abonniert meinen Blog und freut euch auf weitere spannende Themen.

Eure Miri ❤

Instagram: Fitness_mieze

 

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